Vor einigen Jahren sass ich zu Ostern bei einer Pfarrkollegin im Gottesdienst. Ihr damaliges Thema: das Osterlachen.

Die Predigt war solide und durchaus spannend. Aber gelacht wurde während der erlebten 60 Minuten kein einziges Mal. Dabei betonte sie gerade die Wichtigkeit, an Ostern lachen zu können.

Das Osterlachen oder das Ostergelächter geht auf einen alten Brauch. Hierbei brachte der Pfarrer die Gottesdienstgemeinde durch sein Gesagtes, zum Lachen.

Der Grundgedanke des Osterlachens war, die Osterfreude zum Ausdruck zu bringen.

Die Freude an Ostern symbolisiert die Überlegenheit und den Sieg über den Tod. Sinnbildlich hat Jesus Christus mit seiner Auferstehung den Tod und die Angst davor „verschluckt“. Der Tod und die damit verbundene Furcht wird buchstäblich der Lächerlichkeit preisgegeben. Für die „alten Römer“ zum Beispiel, war dies eine ungeheure Frechheit, hatten diese doch damals ein ganz anderes, ehrführchtiges Verhältnis dem Tod gegenüber.

Ich glaube, dass Jesus wahrhaftig auferstanden ist. Wahrhaftig heisst, es „Für-Wahr-Halten“, dass das beschriebene in den Evangelien so geschehen ist. Darum begrüssen sich (vor allem ältere) Christen am Ostermorgen: Jesus ist auferststanden – er ist wahrhaftig auferstanden.

Der Tod und somit den Schrecken des eigenen Ablebens, kann durch den Glauben an das Osterereignis, gemildert oder auch ganz in einen inneren Frieden umgemünzt werden.

Der Schrecken des Todes hat keine Macht mehr über den Gläubigen. Das lässt den Christen mutig und frohmachend weiter durchs Leben schreiten. Er weiss, der auferstandene Christus ist jeden Tag bei ihm.

Ein Osterlacher zum Schluss. Die Leserinnen mögens mir verzeihen:
„Als Jesus auferstand, erschien er zuerst einigen Frauen, damit die Sache schneller bekannt würde“

Das Osterlachen
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